Bau dein Lebens-Haus nicht auf Sand

Sicher kennst du den Ausdruck: Sein Haus nicht auf Sand bauen. In Matthäus 7 sagt Jesus seinen Zuhörern: „Wer mir gut zuhört und das tut, was ich sage, den kann man mit jemandem vergleichen, der für sein Haus einen festen Betonboden gegossen hat.
Wenn es dann mal total schüttet oder draußen ein Orkan tobt, wird das Haus nicht kaputtgehen, denn es hat ja ein festes Fundament, auf das man sich verlassen kann.
Wer mir nur zuhört nach dem Motto ‚Hier rein, da wieder raus‘, den kann man vergleichen mit jemandem, der sein Haus auf Sandboden gebaut hat.
Falls mal ein heftiges Gewitter kommt, das Wasser steigt und der Wind ganz heftig wird, dann wird der Boden unterspült, und das ganze Haus bröckelt weg.“

Das Gleichnis ist ziemlich selbsterklärend: Mit dem Haus meint Jesus dein Leben. Du kannst es auf ein starkes Betonfundament bauen. Dieses Betonfundament ist Gott. Oder du kannst es ohne Fundament bauen, direkt auf die Erde. Das bedeutet, du glaubst, dass dein Haus auch ohne Fundament steht. Du verlässt dich auf deine eigene Stärke und auf dein Können.
Doch was meint Jesus mit dem Orkan, der plötzlich um dein Haus herum tobt?
Damit meint Jesus zum einen die Lebensstürme, die so plötzlich und unerwartet in deinem Leben auftauchen. Ein schwerer Schicksalsschlag etwa, oder du wirst plötzlich unheilbar krank. Du verlierst mit 58 deine Stelle oder deine Frau verlässt dich. Wenn du dein Leben auf Gott gebaut hast, wenn er dein Betonfundament ist, geerdet wie ein Anker, dann findest du mitten in diesen Stürmen Trost und Halt. Gott wird mit dir sein. Dein Lebenshaus wird stehen.
Jesus meint mit diesem Lebenssturm zu Anderen aber auch den Tag an dem du stirbst und dich vor Gott für dein Leben verantworten musst. Wie gut, wenn du dann mit Gott versöhnt bist, ein Kind Gottes bist. Die Himmelstüre wird dir aufgeschlossen, du wirst die Ewigkeit bei Gott verbringen. Dein Haus wird für immer stehen.

Wie sieht dein Lebenshaus aus? Vielleicht hast du dich kuschlig eingenistet. Gott brauchst du nicht. Alles läuft rund. Beruf, Freunde, Familie, Häuschen, Hobby… du fühlst dich sicher. Aber weißt du, gar nichts ist sicher. Dein Haus steht auf Sand. Dir fehlt das Fundament. Was du hast, kann im nächsten Augenblick auseinanderbrechen.

Erstaunlicherweise redet sich der Mensch immer wieder ein, dass der Sturm ihn nicht treffen wird. Ein eindrückliches Bild ist der Vulkan Vesuv bei Neapel, welcher als einer der gefährlichsten Vulkane der Welt gilt. All seine vergangenen Ausbrüche haben tausende Todesopfer gefordert, und trotzdem siedeln aktuell mehr als 3 Millionen Menschen direkt unter diesem Vulkan. Alle Forscher weisen darauf hin, dass er früher oder später wieder ausbrechen wird, doch jeder denkt, mich trifft es nicht. Die Italienische Regierung hat jedem der 600 000 Menschen die in der sogenannten roten zone wohnen und bereit sind wegzuziehen, 30’000 Euro geboten, doch kaum jemand will gehen. Kürzlich wurde sogar ein Spital in dieser Zone gebaut. Der Mensch ist einfach ein unverbesserlicher Optimist. Er fällt aus dem 10. Stockwerk und nach 7 Stockwerken freiem Fall ist er guten Mutes. es ist ja bisher nichts passiert.

Doch täusche dich nicht. Es wird ganz sicher zu Stürmen in deinem Leben kommen. Und wenn dann deine Kräfte auf die du dein Lebenshaus gebaut hast, plötzlich nachlassen, dann stürzt dieses Haus zusammen – wie in dem Bild in dem Jesus braucht.
Und selbst wenn du zu den wenigen Menschen gehören solltest, die ihr Leben lang vor einem Sturm verschont werden: EIN Sturm wird ganz bestimmt kommen: Du wirst dich vor Gott für dein Leben verantworten müssen. Und deine Kraft wird dir da gar nichts mehr helfen.

Vielleicht sagst du, ich bin ja Christ, irgendwie. Und an Gott glaube ich auch. Ich geh sogar dann und wann in die Kirche. Doch weißt du, du bist nicht ein Kind Gottes weil du Christ bist. Das sind wir doch alle irgendwie. Du gehörst nicht zu Gottes Familie wenn du die Sakramente erfüllst oder an Weihnachten in die Kirche gehst.
Jesus sagt: „Wer mir gut zuhört und das tut, was ich sage, den kann man mit jemandem vergleichen, der für sein Haus einen festen Betonboden gegossen hat.“
Schau mal unter die Oberfläche. Steht dein Lebenshaus auf Gott? Ist er das Zentrum deines Lebens? Gehörst du ihm mit Haut und Haaren? Folgst du ihm nach und tust du was er dir sagt?